Burnout-Prävention im Unternehmen

Burnout-Prävention bedeutet, Arbeitsbedingungen, Führung und individuelle Ressourcen so zu gestalten, dass chronische Überlastung frühzeitig erkannt, reduziert und langfristig vermieden wird.

Und das wird in Unternehmen zu einem immer wichtigeren Thema, denn psychische Erschöpfung entwickelt sich in vielen Unternehmen zu einem echten Risiko: 21 % der Beschäftigten in Deutschland stuften 2023 die Gefahr, selbst einen Burn-out zu erleiden, als „hoch“ ein. Vor der Pandemie waren es noch 14 %. Die Entwicklung zeigt klar: Die wahrgenommene Belastung nimmt spürbar zu.

Dabei entsteht Burnout nicht über Nacht, es entwickelt sich schleichend und oft unbemerkt. Genau hier setzt Burnout-Prävention im Unternehmen an: Sie schafft Rahmenbedingungen, die Belastung reduzieren und Regeneration ermöglichen. 

In diesem Artikel zeigen wir, warum Burnout-Prävention am Arbeitsplatz strategisch relevant ist und welche Maßnahmen wirklich wirken.

Warum ist Burnout-Prävention in Unternehmen wichtig?

Burnout ist längst ein wirtschaftlicher Faktor für Unternehmen. Alleine in den letzten fünf Jahren sind die burnoutbedingten Fehlzeiten um 33 % gestiegen. Unternehmen geraten damit zunehmend unter Druck: Reaktives Krisenmanagement reicht nicht mehr aus, systematische Burnout-Prävention im Unternehmen wird zur strategischen Aufgabe.

Gleichzeitig verschlechtert sich die mentale Ausgangslage vieler Beschäftigter. Nur etwa ein Drittel beschreibt den eigenen psychischen Zustand noch als stabil und belastbar. Ein großer Teil funktioniert im „Überlebensmodus“: hohe Produktivität nach außen, kaum echte Erholung im Hintergrund. Regeneration wird zur Ausnahme.

Die betriebswirtschaftlichen Folgen von Burnout für Unternehmen sind konkret:

  • Produktivitätsverluste: Konzentrationsprobleme, Fehleranfälligkeit und sinkende Leistungsfähigkeit.
  • Steigende Fehlzeiten: Kurz- und Langzeitausfälle mit erheblichen Kosten für Lohnfortzahlung, Vertretung und Umorganisation.
  • Höhere Fluktuation: Besonders Leistungsträger:innen kündigen – inklusive Kosten für Recruiting, Onboarding und Wissensverlust.
  • Innere Kündigung: Sinkendes Engagement, geringere Identifikation und weniger Innovationskraft.
  • Belastete Teamdynamik: Mehr Konflikte, weniger psychologische Sicherheit, ein Klima permanenter Erschöpfung.
  • Reputationsrisiken: Eine Arbeitgebermarke leidet, wenn Überlastung zum strukturellen Problem wird.

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Welche Verantwortung tragen Unternehmen bei der Burnout-Prävention am Arbeitsplatz?

Unternehmen tragen eine klare rechtliche und ethische Verantwortung, psychische Belastungen zu begrenzen und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig bleibt mentale Gesundheit immer ein Zusammenspiel aus organisationaler Verantwortung und individueller Eigenverantwortung.

Arbeitgeber müssen Strukturen gestalten, die vermeidbare Fehlbelastungen reduzieren. Mitarbeitende wiederum sind gefordert, Warnsignale ernst zu nehmen, Grenzen zu kommunizieren und angebotene Unterstützung anzunehmen. Nachhaltige Burnout-Prävention am Arbeitsplatz gelingt nur, wenn beide Seiten aktiv mitwirken.

Rechtliche Pflichten von Arbeitgebern

Die gesetzlichen Anforderungen sind eindeutig und betreffen jedes Unternehmen – unabhängig von der Größe:

  • Allgemeine Fürsorge- und Schutzpflicht:
    Gesundheitsrisiken, einschließlich psychosozialer Belastungen wie Stress, Überlastung, Mobbing oder Gewalt, müssen präventiv beurteilt und minimiert werden (gemäß EU-Rahmenrichtlinie 89/391/EWG).
  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung: Psychische Belastungen sind systematisch zu erfassen, zu dokumentieren, zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen. In Deutschland ist dies im Arbeitsschutzgesetz (§ 5 Abs. 3 ArbSchG) ausdrücklich geregelt – und gilt ab dem ersten Mitarbeitenden.
  • Pflicht zu Prävention und Intervention: Werden Fehlbelastungen identifiziert, müssen konkrete Maßnahmen folgen. Dazu zählen beispielsweise Anpassungen der Arbeitszeitgestaltung, klare Rollen und Zuständigkeiten, Führungskräfteentwicklung, Konfliktprävention sowie individuelle Unterstützungsangebote und strukturierte Rückkehrprozesse nach Belastungsphasen.

Was sind Ursachen von Burnout am Arbeitsplatz?

Burnout entsteht selten durch einen einzelnen Auslöser. In der Praxis zeigt sich meist ein Zusammenspiel aus strukturellen Belastungen, fehlender Unterstützung und individuellen Risikofaktoren. 

1. Arbeits- und Umfeldfaktoren

Organisationale Rahmenbedingungen haben erheblichen Einfluss auf das Belastungserleben. Besonders kritisch sind:

  • Übermäßiges Arbeitspensum: dauerhaft hohe Arbeitslast, ständige Überstunden, zu viel Verantwortung ohne Priorisierung
  • Zu geringe Ressourcen: Personalmangel, ineffiziente Prozesse oder unzureichende Tools
  • Unklare Rollen und Ziele: widersprüchliche Anforderungen, fehlende Zuständigkeiten, unklare Erfolgskriterien
  • Konflikte und fehlende Zugehörigkeit: Spannungen im Team, wenig Zusammenhalt, Cliquenbildung
  • Mangelnde Wertschätzung: Leistung wird als selbstverständlich betrachtet, Feedback bleibt aus
  • „Always-on“-Kultur: permanente Erreichbarkeit, E-Mails am Abend oder Wochenende, kaum echte Erholungsphasen
  • Fehlender Sinn: Arbeit wird als inhaltsleer oder widersprüchlich zu eigenen Werten erlebt
  • Psychologische Unsicherheit: Angst vor Fehlern, Sanktionen oder Stigmatisierung bei Überlastung

Strukturelle Überforderung normalisiert sich schnell, besonders in leistungsorientierten Kulturen. Das Risiko steigt, wenn Belastung nicht offen angesprochen werden kann.

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2. Persönliche Risikofaktoren

Individuelle Eigenschaften können die Wirkung äußerer Stressoren verstärken:

  • Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder Nein zu sagen
  • Ausgeprägter Perfektionismus und hohe Selbstkritik
  • Vernachlässigung von Schlaf, Bewegung und Erholung
  • Ungesunde Bewältigungsstrategien wie übermäßiger Medienkonsum oder Substanzgebrauch
  • Ein stark leistungsabhängiger Selbstwert

Hohe Leistungsbereitschaft wird im Arbeitskontext häufig belohnt – das kann in gewissen Fällen langfristig zur Falle werden.

3. Belastungen außerhalb der Arbeit

Externe Faktoren können die Resilienz zusätzlich schwächen:

  • Finanzielle Unsicherheit oder Existenzängste
  • Hohe Care-Work-Belastung und Mental Load
  • Private Konflikte oder soziale Isolation
  • Dauerkrisen wie geopolitische Spannungen oder Zukunftsängste

Burnout-Prävention am Arbeitsplatz bedeutet daher auch, Belastungen ganzheitlich zu betrachten. Unternehmen können private Herausforderungen nicht lösen – wohl aber Arbeitsbedingungen so gestalten, dass sie zusätzliche Überforderung vermeiden.

Was sind Frühwarnsignale von Burnout in Unternehmen?

Burnout entwickelt sich schleichend. Häufig beginnt die Dynamik sogar positiv: Betroffene sind anfangs oft hoch motiviert und identifizieren sich stark mit ihrer Arbeit. Grenzen werden jedoch zunehmend ignoriert – bis aus Begeisterung chronischer Stress wird. 

Früherkennung ist ein zentraler Hebel, um Burnout am Arbeitsplatz vorzubeugen. Führungskräfte und HR sollten besonders sensibel für generelle Veränderungen, aber auch Veränderungen im Verhalten, in der Stimmung und in der Leistungsfähigkeit sein – nicht erst, wenn Ausfälle auftreten. Frühe Warnsignale zeigen sich auf mehreren Ebenen:

1. Übermäßiges Engagement

Zu Beginn wirkt alles nach Leistungsbereitschaft – tatsächlich fehlt oft bereits die Selbstbegrenzung:

  • Jede zusätzliche Aufgabe wird übernommen.
  • Deadlines sind unrealistisch, werden aber stets akzeptiert.
  • Pausen und Erholungszeiten werden immer öfter verschoben.

Hoher Einsatz ist nicht automatisch ungesund. Kritisch wird es, wenn Dauerbelastung als Normalzustand gilt.

2. Emotionale Veränderungen

Erste emotionale Veränderungen sind subtil, aber deutlich wahrnehmbar:

  • Reizbarkeit und geringere Frustrationstoleranz
  • Innere Anspannung oder emotionale Erschöpfung
  • Zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Aufgaben oder Projekten

3. Verhaltensänderungen im Arbeitsalltag

Auch das Arbeitsverhalten verändert sich oft in den ersten Phasen eines Burnouts:

  • Geringere Beteiligung an Meetings oder Diskussionen
  • Aufschieben von Aufgaben trotz hoher Dringlichkeit
  • Langsamere Reaktionszeiten und sinkende Verlässlichkeit

4. Körperliche Warnsignale

Psychische Belastung äußert sich fast immer auch körperlich:

  • Anhaltende Müdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer
  • Kopf-, Rücken- oder Magenbeschwerden
  • Schlafprobleme oder nächtliches Grübeln

5. Leistungsabfall und Erschöpfung

Mit fortschreitender Belastung wird der Leistungsabfall sichtbar:

  • Sinkende Produktivität und Kreativität
  • Mehr Fehler und geringere Arbeitsqualität
  • Gefühl innerer Leere, Energielosigkeit oder Niedergeschlagenheit.

Spätestens an diesem Punkt ist strukturelles Gegensteuern erforderlich.

Welche Maßnahmen zur Burnout-Prävention in Unternehmen gibt es?

Wirksame Burnout-Prävention im Unternehmen ist ein Zusammenspiel von strukturellen und kulturellen Maßnahmen. Genauso wichtig ist es, Prozesse für die Früherkennung von Burnout zu etablieren.

Strukturelle Maßnahmen zur Burnout-Prävention 

Die Arbeitsbedingungen in einem Unternehmen entscheiden maßgeblich darüber, ob Belastung bewältigbar bleibt oder chronisch wird. Zentrale Hebel sind:

  • Realistische Arbeitsmengen und klare Prioritäten
  • Klare Rollen und Ziele
  • Verlässliche Pausen- und Erholungszeiten
  • Klare E-Mail- oder Kommunikationsrichtlinien für Abende und Wochenenden.
  • Flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit, Teilzeit, Hybridmodelle und Rücksicht auf Care-Verantwortung.
  • Unterstützungsangebote für die mentale Gesundheit im Team

Kulturelle Maßnahmen zur Burnout-Prävention: Führung, Kultur und psychologische Sicherheit

  • Regelmäßige Check-ins
  • Schulungen zu mentaler Gesundheit für Führungskräfte
  • Empathische Kommunikation, aktives Zuhören und wertschätzendes Feedback 
  • Psychologische Sicherheit: Belastungen und Herausforderungen dürfen angesprochen werden – ohne Angst vor Sanktionen.
  • Nicht nur Ergebnisse, sondern auch Zusammenarbeit und Lernbereitschaft wertschätzen.
  • Einbinden von Mitarbeitenden in Veränderungsprozesse 

Prozesse für die Früherkennung von Burnout 

  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen mit konkreter Maßnahmenableitung
  • Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen zu Stress, Zufriedenheit, Führung und Sinn
  • Frühwarnsysteme: Analyse von Fehlzeiten, Fluktuation, Überstunden oder Pulsbefragungen
  • Klare Eskalationsprozesse

Der HR-Guide zu Burnout-Prävention

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Präventivmaßnahmen für die mentale Gesundheit

Wie kann HR Mitarbeitende bei der Burnout-Prävention am Arbeitsplatz unterstützen?

Strukturelle Maßnahmen sind die Grundlage, um Burnout im Team vorzubeugen. Doch genauso wichtig ist es, dass Mitarbeitende ihre mentale Gesundheit eigenverantwortlich stärken. Und auch hier kann HR frühzeitig Unterstützung anbieten und die Selbstwirksamkeit der Mitarbeitenden stärken.

Drei Hebel sind besonders wirksam: professioneller Zugang zu Hilfe, Unterstützung beim Aufbau relevanter Kompetenzen und die Stärkung grundlegender Gesundheitsfaktoren.

1. Zugang zu professioneller Unterstützung erleichtern

Angebote zu professioneller Unterstützung können unter anderem sein:

  • Employee Assistance Programs (EAP) oder digitale Plattformen zur Unterstützung der mentalen Gesundheit bereitstellen und aktiv kommunizieren.
  • 1:1-Sitzungen mit Psycholog:innen oder Coaches
  • Hinweise auf externe Anlaufstellen wie Hausärzt:innen, Therapeut:innen oder Krisenangebote.
  • Sensibilisierungsmaterial zu Burnout-Symptomen, Warnsignalen und Präventionsmöglichkeiten

Entscheidend ist, dass Angebote nicht nur existieren, sondern regelmäßig in Onboarding, Führungskräftekommunikation und internen Kanälen sichtbar gemacht werden. Außerdem sollte die Vertraulichkeit klar betont werden, um Hemmschwellen abzubauen.

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2. Kompetenzen und Selbstfürsorge stärken

Neben externer Hilfe braucht es individuelle Strategien im Umgang mit Stress, denn Resilienz kann wie ein Muskel trainiert werden. HR kann hier gezielt Impulse setzen:

  • Workshops zu Stressmanagement, Resilienz und Selbstmanagement regelmäßig anbieten.
  • Achtsamkeits- und Reflexionsformate integrieren – etwa kurze Impulse in Health Weeks oder Teamformaten.
  • Trainings zu Zeit- und Prioritätenmanagement, um Überforderung strukturell zu reduzieren.
  • Gesundheitsfördernde Angebote im BGM verankern: Bewegung, Entspannung, Ergonomie, Schlafprävention.
  • Persönliche Ressourcen sichtbar machen: Reflexionsübungen oder Coachings helfen, individuelle Ressourcen bewusst zu aktivieren.

3. Grundlagen der mentalen Gesundheit stärken

Belastungsphasen treffen Menschen besonders hart, wenn selbst die Grundlagen für mentale Stärke nicht abgedeckt sind: Schlaf, Bewegung, Ernährung und Erholung sind essenziell für die Burnout-Prävention am Arbeitsplatz.

HR kann diese Themen systematisch in Kampagnen, interner Kommunikation oder Gesundheitstagen integrieren und so das Bewusstsein für einfache, aber wirksame Präventionsfaktoren schärfen.

HR-KPIs in der Burnout-Prävention am Arbeitsplatz

Burnout-Prävention am Arbeitsplatz ist messbar – mit einer Kombination aus klassischen HR-Kennzahlen und spezifischen Belastungsindikatoren.

1. HR-Kennzahlen mit Burnout-Bezug

  • Krankenstand insgesamt: Fehltage pro Mitarbeitendem und Jahr, Dauer und Häufigkeit von Ausfällen.
  • Psychisch bedingte Fehlzeiten: AU-Fälle mit F-Diagnosen, Langzeiterkrankungen, Rückkehrquoten.
  • Fluktuationsrate: Gesamtquote sowie in besonders belasteten Teams oder kritischen Rollen.
  • Frühfluktuation: Austritte innerhalb der ersten 12–24 Monate als mögliches Signal für Überforderung oder kulturelle Probleme.
  • Überstunden und Arbeitszeitmuster: Durchschnittswerte, Häufung von >10-Stunden-Tagen, häufige Verstöße gegen Ruhezeiten.

2. Indikatoren für Belastung und Engagement

Neben harten Kennzahlen braucht es qualitative und wahrnehmungsbezogene Daten.

Relevante Messgrößen sind:

  • Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (z. B. entlang der GDA-Merkmalsbereiche: Arbeitsinhalt, -organisation, -zeit, soziale Beziehungen, Arbeitsumgebung).
  • Pulse- oder Stimmungsbarometer: Skalen zu Stress, Erschöpfung, Work-Life-Balance und wahrgenommener Unterstützung.
  • Engagement- und Involvement-Scores: Identifikation, Sinnempfinden, Energie im Job, Weiterempfehlungsbereitschaft.
  • Nutzung von Unterstützungsangeboten: EAP-Inanspruchnahme, Teilnahmequoten an Stress- oder Resilienztrainings, BGM-Angebote.

nilo zur Burnout-Prävention in Unternehmen

Wirksame Burnout-Prävention im Unternehmen braucht einen ganzheitlichen Ansatz. nilo begleitet Organisationen dabei auf mehreren Ebenen. Ziel ist es, mentale Gesundheit am Arbeitsplatz frühzeitig zu stärken, bevor Belastung in langfristige Erschöpfung übergeht.

Angebot für Mitarbeitende

Mitarbeitende erhalten Zugang zu einem modernen, digitalen EAP mit deutlich höherer Nutzungsrate als klassische Programme.

Das umfasst:

  • Vertrauliche 1:1-Sitzungen mit über 500 qualifizierten Psycholog:innen.
  • Gruppengespräche und Workshops, in denen Stressoren reflektiert und konkrete Strategien zur Stressbewältigung erarbeitet werden.
  • Selbstgeführte Tools zur eigenen mentalen Gesundheit.
  • Inhalte zu Schlaf, Achtsamkeit, Erholung und Resilienz, die sich direkt in den Alltag integrieren lassen.

Spezielle Unterstützung für Führungskräfte

nilo unterstützt Führungskräfte, um Überlastung im Team frühzeitig zu erkennen und sicher zu adressieren. Auch sie haben Zugang zu 1:1-Sitzungen mit Psycholog:innen und zu Gruppenformaten und Programmen, die auf Führungskräfte zugeschnitten sind.

So lernen Fürhungskräfte: 

  • Warnsignale bei Mitarbeitenden zu erkennen
  • Sensible Gespräche mit Mitarbeitenden zu führen
  • Psychologische Sicherheit im Team aufzubauen
  • Realistische und gesunde Leistungserwartungen an sich selbst und an das Team zu haben

Messbare Wirkung auf mentale Gesundheit

Die Wirkung von nilo ist datenbasiert belegt:

  • 96 % der Nutzer:innen berichten eine deutliche Verbesserung ihres mentalen Wohlbefindens.
  • 71 % der Nutzer:innen mit hohem Stressniveau geben an, dass sich ihre Stresssymptome verbessert haben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Burnout-Prävention in Unternehmen

Welche Risikofaktoren für Burnout am Arbeitsplatz gibt es?

Risikofaktoren für Burnout am Arbeitsplatz sind meist ein Zusammenspiel struktureller und persönlicher Faktoren: dauerhaft hohes Arbeitspensum, unklare Rollen, fehlende Wertschätzung und eine „Always-on“-Kultur auf der einen Seite, ausgeprägter Perfektionismus, Schwierigkeiten beim Nein-sagen und ein leistungsabhängiger Selbstwert auf der anderen. Auch externe Belastungen wie finanzielle Unsicherheit oder hohe Care-Verantwortung können die Resilienz zusätzlich schwächen.

Wie können Führungskräfte zur Burnout-Prävention beitragen?

Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle bei der Burnout-Prävention, denn sie erkennen Frühwarnsignale wie Rückzug, Reizbarkeit oder sinkende Leistung oft als Erste. Regelmäßige Check-ins, eine offene Gesprächskultur und das aktive Vorleben gesunder Grenzen schaffen psychologische Sicherheit – die Grundlage dafür, dass Mitarbeitende Überlastung ansprechen, bevor sie eskaliert.

Welche Maßnahmen können Unternehmen zur Burnout-Prävention ergreifen?

Wirksame Maßnahmen zur Burnout-Prävention in Unternehmen setzen auf drei Ebenen an: strukturell (realistische Arbeitsmengen, klare Rollen, Erholungszeiten), kulturell (psychologische Sicherheit, wertschätzendes Feedback, Führungskräfteentwicklung) und prozessual (Gefährdungsbeurteilung, Mitarbeiterbefragungen, Frühwarnsysteme). Einzelmaßnahmen helfen kurzfristig – nachhaltig wirkt nur ein ganzheitlicher Ansatz.

Welche Konsequenzen kann mangelnde Burnout-Prävention in Unternehmen haben?

Die Konsequenzen von mangelnder Burnout-Prävention sind konkret und kostspielig: steigende Fehlzeiten, höhere Fluktuation, sinkende Produktivität und zunehmende innere Kündigung. Besonders kritisch: Leistungsträger:innen sind oft die Ersten, die gehen. Langfristig leidet auch die Arbeitgebermarke, wenn Überlastung zum strukturellen Merkmal eines Unternehmens wird.

Wie zahlt sich Burnout-Prävention am Arbeitsplatz aus?

Burnout-Prävention ist günstiger als Reaktion. Unternehmen, die in gesunde Arbeitsbedingungen investieren, reduzieren Fehlzeiten, senken Fluktuation und sichern die Produktivität und Innovationskraft in ihrem Team. Hinzu kommt: Unternehmen mit einer nachweislich gesunden Arbeitskultur haben einen klaren Vorteil im Recruiting.

Was kostet es, wenn ein Mitarbeitender wegen Burnout ausfällt?

Die Kosten von Mitarbeitern, die wegen Burnout ausfallen sind vielschichtig. Auf Unternehmensebene zeigen Studien drei besonders relevante Kostenfaktoren:

  • Produktivitätseinbußen und Präsentismus: Mitarbeitende erscheinen zwar zur Arbeit, erbringen jedoch deutlich geringere Leistungen. Dieser stille Leistungsverlust bleibt oft unbemerkt – ist aber einer der größten Kostenfaktoren.
  • Fehlzeiten und Krankschreibungen: Psychische Erkrankungen führen zu längeren Ausfallzeiten. Laut AOK-Fehlzeitenreport ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Belastungen in den letzten zehn Jahren um 47 % gestiegen.
  • Fluktuation und Burnout-bedingte Kündigungen: Mitarbeitende, die dauerhaft belastet sind und keine Unterstützung bekommen, kündigen sehr häufig. Der Ersatz einer qualifizierten Fachkraft kostet je nach Funktion zwischen 40 und 200 % des Jahresgehalts.

Hinzu kommen indirekte Folgekosten: die erhöhte Belastung verbleibender Teammitglieder, Wissensabfluss und der Aufwand für Recruiting und Onboarding.

Wie spreche ich einen Mitarbeitenden an, wenn ich das Gefühl habe, er oder sie ist überlastet?

Wenn Sie das Gefühl haben, ein Mitarbeiter ist überlastet, sprechen Sie ihn frühzeitig, direkt und ohne Bewertung an. Am besten in einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch, mit konkreten Beobachtungen statt Interpretationen: „Ich habe bemerkt, dass du in letzter Zeit häufiger Deadlines verschiebst – wie geht es dir gerade?“ Ziel ist nicht die Diagnose, sondern dem Mitarbeitenden Unterstützung anzubieten und die nächsten Schritte zu definieren. Wichtig: auf vorhandene Unterstützungsangebote hinweisen und klar signalisieren, dass das Gespräch vertraulich bleibt.

Dr. Katharina Koch

Dr. Katharina Koch

Head of Psychology, nilo

Dr. Katharina Koch is a licensed psychological psychotherapist, certified cognitive behavioral therapy, and holds a PhD in neuroscience and psychology. As Head of Psychology at nilo, she leads the Psychology team. She is also responsible for quality assurance, scientific research, and she manages our extensive network of psychologists.

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