8 Strategien, um Mitarbeitende langfristig zu binden

Dieses Problem kennen alle HR-Kräfte nur zu Genüge: Eine großartige Angestellte kündigt. Dein Unternehmen steht jetzt vor der Herausforderung, ohne ihre Fähigkeiten, ihre Expertise und ihr Wesen auszukommen.

Wenn sich Kündigungen jedoch anhäufen, ist das ein klares Zeichen für Probleme in deiner Unternehmenskultur und du solltest dir überlegen, wie du Mitarbeitende bindest.

Diese 8 Strategien machen deine Mitarbeitenden zufriedenen und helfen dir dabei, sie langfristig zu binden.

8 Strategien um Mitarbeitende zu binden

Die Fluktuationsrate beschreibt, wie viele Angestellten aus einem Unternehmen ausscheiden. Sie kann sich stark auf die Geschäftskontinuität, Produktivität und Arbeitsmoral auswirken. Hohe Fluktuationsraten beeinflussen nicht nur Arbeitsabläufe, sondern sorgen auch für steigende Kosten durch Recruiting, Onboarding und Schulungen.

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt ist es deshalb wichtiger denn je, Top-Talente an sich zu binden. In diesem Artikel sehen wir uns acht Strategien an, wie du für weniger Personalfluktuation sorgen kannst.

1. Eine starke Unternehmenskultur

    Eine solide Unternehmenskultur ist enorm wichtig für das Wohlbefinden und Zugehörigkeitsgefühl deiner Angestellten. Setz dich für offene Kommunikation ein, zeig Anerkennung für die Leistungen deiner Angestellten und sorge für eine respektvolle und inklusive Kultur.

    Ein unterstützendes Arbeitsumfeld kann sich positiv auf das Stresslevel und Wohlbefinden in deinem Team auswirken. Dadurch halten deine Angestellten weniger Ausschau nach Jobalternativen. Eine schlechte Unternehmenskultur kann nämlich zu einer fast 50 % höheren Fluktuationsrate führen.

    Eine positive Unternehmenskultur aufzubauen ist zwar mit viel Arbeit verbunden – aber die zahlt sich aus: Denn Unternehmen mit einer positiven Unternehmenskultur verzeichnen viermal höhere Einnahmen.

    Und im Laufe der Zeit wird dir auffallen, dass sich deine Unternehmenskultur nicht nur auf die Mitarbeiterbindung auswirkt, sondern auch auf deine Recruiting-Prozesse: Für 56 % der Angestellten hat die Unternehmenskultur nämlich einen höheren Stellenwert als ihr Lohn.

    Du möchtest wissen, wie du deine Unternehmenskultur stärken kannst? In unserem Guide zeigen wir dir, wie das geht.

    Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten

      Investitionen in Wachstums- und Entwicklungschancen für deine Angestellten zahlen sich aus, denn sie schärfen nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern sorgen auch für mehr Zufriedenheit und Bindung. Fluktuationsraten steigen oft, wenn Angestellte das Gefühl haben, sie haben alle Möglichkeiten im Unternehmen voll ausgeschöpft, selbst wenn sie dort gern arbeiten. Frag dich stattdessen, wie du deine Angestellten weiter fordern und fördern kannst.

      Fluktuationsraten steigen oft, wenn Angestellte das Gefühl haben, sie haben alle Möglichkeiten im Unternehmen voll ausgeschöpft, selbst wenn sie dort gern arbeiten.

      Biete Schulungen, Mentoring-Programme und Aufstiegschancen, um deinen Angestellten dazu zu verhelfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Weise auf diese Möglichkeiten sowohl in Stellenanzeigen und als auch in internen Mitteilungen hin.

      Das Ergebnis wird dich überraschen: Unternehmen, die ihren Angestellten dabei helfen, sich weiterzuentwickeln, verzeichnen eine um 34 % höhere Mitarbeiterbindung und 15 % mehr Motivation.

      3. Wettbewerbsfähige Gehälter und Benefits

        Gehälter sind natürlich wichtig. Sorge also dafür, dass deine Angestellten angemessen entlohnt werden. Aber mach dir keine Sorgen, wenn dein Unternehmen nicht die finanziellen Mittel hat, um mit der Konkurrenz mitzuhalten: Das Gehalt ist nämlich oft gar nicht ausschlaggebend.

        Deshalb solltest du dich auch nicht darauf verlassen, dass ein gutes Gehalt ausreicht, um deine besten Angestellten an dein Unternehmen zu binden.

        Aus neuen Untersuchungen geht hervor, dass eine ganze Reihe an Faktoren viel mehr Einfluss auf die Mitarbeiterbindung haben als das Gehalt, darunter Unternehmenskultur, Work-Life-Balance und flexible Arbeitsregelungen wie Remote-Arbeit.  

        Diese Ideen lassen sich hervorragend über Benefits umsetzen, zum Beispiel mit Hilfe von mentaler Unterstützung für Angestellte. Unternehmen, die mentale Unterstützung anbieten, können ihre Fluktuationsrate um 60 % senken. Dafür musst du wesentlich weniger Geld in die Hand nehmen als für hohe Gehälter.

        Und das Beste: diese Investition kann sich fünffach auszahlen, denn sie wirkt sich nicht nur auf die Produktivität und Leistungsfähigkeit aus, sondern natürlich auch auf die Fluktuationsrate.

        Du möchtest herausfinden, wie ein Mental Health Benefit dein Unternehmen verbessern kann?

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        4. Work-Life-Balance fördern

          Die Work-Life-Balance ist nicht nur ein Lebensstil, der für viele Angestellte erstrebenswert ist. Sie ist auch enorm wichtig, um Burnout zu verhindern, einen der häufigsten Gründe, aus denen Angestellte ihr Unternehmen verlassen.

          Ermutige deine Angestellten dazu, eine gute Work-Life-Balance zu finden, indem du flexible Arbeitsregelungen, Remote-Arbeit und großzügige Regelungen für bezahlte Beurlaubungen bietest.

          Zeige, dass Pausen wichtig sind und gib deinen Angestellten Anreize, um nach der Arbeit etwas für ihr Wohlbefinden zu tun, Freizeitaktivitäten nachzugehen und gesunde Arbeitszeiten einzuhalten. Das erfordert wiederum eine Unternehmenskultur, in der Grenzen nicht nur toleriert werden, sondern gewünscht sind.

          Deine Angestellten sollten wissen, dass sie nach dem Feierabend keine E-Mails oder Nachrichten beantworten oder Anrufe annehmen müssen. Gleichzeitig sollten sie deutlich machen dürfen, wenn ihr Arbeitspensum zu hoch ist.

          Indem du zeigst, wie wichtig Auszeiten sind, und deinen Angestellten ermöglichst, Arbeits- und Privatleben miteinander zu vereinbaren, entsteht ein nachhaltigeres und erfüllenderes Arbeitsumfeld, in dem gar keine Gedanken an Jobalternativen verschwendet werden.

          5. Anerkennungsprogramme für Angestellte

            Du kannst ein Zugehörigkeitsgefühl unter deinen Angestellten schaffen und für mehr Motivation sorgen, indem du ihre Leistungen anerkennst und wertschätzt. Mit Anerkennungsprogrammen für Angestellte kannst du Erfolge, Meilensteine und herausragende Leistungen feiern.

            Zeige mit Auszeichnungen, Erwähnungen und Social Media-Posts, dass du ihre Arbeit zu schätzen weißt und fördere so Wertschätzung und Anerkennung. 

            Und auch das zahlt sich aus. In einer Studie der Harvard Business Review wurde herausgefunden, dass Angestellte, deren Arbeit regelmäßig durch ihre Vorgesetzten wertgeschätzt wird, bei der Arbeit um 40 % motivierter sind. Es ist außerdem um 40 % wahrscheinlicher, dass sie ihrem Unternehmen treu bleiben: eine aussagekräftige Statistik!

            6. Regelmäßige Feedbackrunden und Gespräche

              Kanäle für offene Kommunikation zwischen Angestellten und ihren Vorgesetzten stärken das Vertrauen in das Unternehmen und sorgen für mehr Transparenz. Setz dich für regelmäßige Feedbackrunden, Einzelgespräche und Kummerkästen ein und biete deinen Angestellten so verschiedene Wege, um ihre Bedenken zu äußern und Ideen einzubringen.

              Wenn du dir das Feedback deiner Angestellten zu Herzen nimmst und angesprochene Probleme schnell behebst, zeigst du damit, wie wichtig dir ihr Wohlbefinden ist. Das sorgt für eine inklusivere und unterstützendere Arbeitskultur.

              Rege regelmäßige Feedback-Sitzungen, persönlichen Treffen oder anonymen Vorschlagsboxen an

              Durch eine Feedbackkultur kannst du potenzielle Probleme und Krisen auch viel eher erkennen. Miss regelmäßig das Wohlbefinden deines Teams. Es wird dich überraschen, wie du durch kleine Maßnahmen Schlimmeres verhindern kannst… wie zum Beispiel, dass ein geschätztes Teammitglied das Unternehmen verlässt!

              7. Gesundheits- und Wellness-Initiativen

                Manchmal entscheiden sich Angestellte nicht dafür, ein Unternehmen zu verlassen, weil sie wollen, sondern weil ihre mentale oder physische Gesundheit ihnen keine andere Wahl lässt. Burnout gehört zu den häufigsten Kündigungsgründen von Angestellten. 50 % der Vollzeitangestellten haben schon einmal einen Job aus psychischen Gründen gekündigt. Und diese Zahl ist bei Millennials und Mitarbeitenden aus der Gen Z noch weitaus höher (68 % bzw. 81 %).

                Wenn du also der mentalen Gesundheit und dem Wohlbefinden deiner Angestellten einen höheren Stellenwert einräumst, wirkt sich das zwangsläufig auch positiv auf eure Mitarbeiterbindung aus.

                Finde zusammen mit deinem Team heraus, wie ihr besser auf eure Gesundheit achten könnt. Vielleicht freut sich dein Team über Yoga-Sessions zur Mittagszeit, eine Bezuschussung für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder gesunde Snacks im Pausenraum.

                Fest steht, dass du die mentale Gesundheit deiner Angestellten nicht vernachlässigen solltest, denn sie ist einer der häufigsten Gründe, aus denen Mitarbeitende ihr Unternehmen verlassen. Achte deshalb darauf, genau die Art von Unterstützung zu finden, die zu deinem Team passt.

                8. Mit gutem Beispiel vorangehen

                  Gute Führungskräfte haben großen Einfluss auf die Unternehmenskultur und das Wohlbefinden ihrer Angestellten. Geh mit gutem Beispiel voran, indem du dein eigenes Wohlbefinden stärkst, dich empathisch und verständnisvoll zeigst und eine gesunde Work-Life-Balance förderst.

                  Ermutige Führungskräfte dazu, regelmäßig ins Gespräch mit ihren Angestellten zu gehen, sie zu unterstützen und anzuleiten, Mitgefühl zu zeigen und Integrität zu wahren.

                  Durch das Vorleben positiver Verhaltensweisen können Unternehmen eine unterstützende und mental gesunde Arbeitskultur schaffen, in der das Wohlbefinden der Angestellten an oberster Stelle steht.

                  Auch empathische Führung zahlt sich nachweislich aus. 61 % der Angestellten mit empathischen leitenden Führungskräften arbeiten besonders innovativ. 76 % der Angestellten mit empathischen leitenden Führungskräften waren bei der Arbeit oft oder immer motiviert. 86 % der Angestellten mit empathischen leitenden Führungskräften konnten ihre privaten und beruflichen Verpflichtungen besser unter einen Hut bringen.

                  Und natürlich bleiben Angestellte mit empathischen Vorgesetzten ihren Unternehmen auch eher treu. Ein weiterer wichtiger Schritt für weniger Fluktuation.

                  76 % der Angestellten mit empathischen leitenden Führungskräften waren bei der Arbeit oft oder immer motiviert.

                  Wenn du wissen möchtest, wie du deine Vorbildfunktion nutzen kannst, kannst du dir unsere Case Study Unterstütze deine Führungskräfte ansehen.

                  Eine Lösung für all deine Herausforderungen

                  Jede dieser acht Strategien hilft dir dabei, die Fluktuationsrate in deinem Unternehmen zu senken. Aber vielleicht ist dir aufgefallen, dass sich mentale Unterstützung für Angestellte auf jede einzelne Strategie auswirkt und so für glücklichere und gesunde Angestellte sorgt – sodass sie gar nicht erst daran denken, zu kündigen.

                  Wenn sehen möchtest, was mentale Unterstützung in deinem Unternehmen bewirken kann, dann lass uns reden!

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